Plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie

Nach größeren oder funktionell beeinträchtigenden Gewebsdefekten können plastisch-rekonstruktive Operationen vorgenommen werden. Sie stehen eng neben der ästhetischen Chirurgie. Es geht in erster Linie um die Rekonstruktion und Wiederherstellung der Funktion und der Form, natürlich unter der Prämisse des ästhetisch Erreichbaren.

Diese umfassen „dermato-chirurgische“ Eingriffe der Haut und der darunterliegenden Weichgewebe, sowie Knochen- bzw. Knorpelrekonstruktionen. Vor allem die Dermatochirurgie im Bereich des Gesichtes fordert besonderen Anspruch im Bereich des Auges, der Nase, der Lippen und der Ohren. Hier bestehen neben dem Aussehen auch hohe Anforderungen an die Funktionalität. Die meisten Eingriffe im Bereich der Gesichtshaut lassen sich gut in örtlicher Betäubung durchführen.


Ästhetischen Chirurgie
In der ästhetischen Chirurgie werden äußerlich sichtbare Veränderungen des menschlichen Körpers behandelt.

Veränderungen der Form und des Aussehens werden vor den funktionellen Veränderungen behandelt. Wie in der Natur weitläufig zu beobachten ist, gilt in der ästhetischen Medizin auch: Form follows function, d. h., mit einer ansprechenden äußeren Form geht meist auch eine gute Funktion einher. Daher sind die Bereiche zwischen ästhetischer und funktioneller Chirurgie meist stark übergreifend.

Bei ästhetischen Eingriffen ist vor allem das Schönheitsempfinden des Patienten, weniger das des Operateurs entscheidend!

Vor der Operation ist eine genaue Analyse und Beratung nötig, um dem Patienten die Möglichkeiten und Grenzen des Verfahrens, somit das mögliche angestrebte Behandlungsergebnis zu erörtern. Der Operateur zeigt dabei klar die Grenzen des Machbaren auf. Liegen die Vorstellungen des Patienten und des Operateurs sehr weit auseinander, kann von uns aus die Operation abgelehnt werden, da nur eine beiderseitige Übereinstimmung des Vorgehens zum Gesamterfolg des geplanten Eingriffes führt.


Es ist zwischen angeborenen und erworbenen Veränderungen zu unterscheiden.

  • Angeboren sind z. B. abstehende Ohren, Nasendeformitäten oder Deformitäten des Gesichtsschädels.
  • Erworben sind z. B. Unfallfolgen wie Narben oder knöcherne Fehlstellungen und Veränderungen der Altershaut bzw. des Stützgewebes.

Die Korrektur o. g. Veränderungen betrifft somit die Haut allein oder die Kombination mit den darunterliegenden Stützgeweben über minimalinvasive und kaum sichtbare operative Zugänge, die meist in den sog. Hautspannungslinien oder aus den natürlichen Körperöffnungen heraus gewählt werden.

Dies umfasst unter anderem operative Veränderungen des knöchernen Gesichtschädels und der darüber liegenden Weichteile, z. B. zur 

  • Korrektur der Augenlider
  • Anlegeplastik der Ohren
  • Korrektur der Nase
  • Korrektur der Stirn- und Gesichtshaut

Neben diesen chirurgischen Maßnahmen bieten wir auch die lokale Injektion von Botulinumtoxin (Botox),  Mikrofillern (Hyaluronsäure) und die Lasertherapie zur temporären Faltenglättung an. Medikamente wie Botulinumtoxin oder Mikrofüller werden in der ästhetischen Medizin ergänzend oder allein eingesetzt.